Herausforderungen und Zeitfresser

Die Arbeit, für die Ihre Mandanten nichts zahlen, macht den größten Teil des Tages aus.

Kaum eine Kanzlei verliert Zeit an fachlicher Arbeit. Verloren geht sie an Unterlagen, die fehlen, an Daten, die zweimal erfasst werden, an Dokumenten, die niemand findet, und an Fragen, die dreimal gestellt werden. Diese Seite sortiert die Zeitfresser, die wir in Steuer- und Prüfungspraxen am häufigsten finden.

Summen- und Saldenliste der ZeitfresserStd. / Monat
01Belege anfordern, nachfassen, erneut nachfassen38
02Rückfragen zu Buchungen per Telefon und Mail31
03Daten manuell zwischen Systemen übertragen26
04Dokumente umbenennen, zuordnen, ablegen22
05Statusanfragen beantworten: „Wie weit sind Sie?“18
06Arbeitspapiere und Berichte formal aufbereiten17
07Fristen, Wiedervorlagen und Checklisten kontrollieren14
Summe pro Monat0

Beispielrechnung für eine Kanzlei mit 20 Mitarbeitenden. Die Werte sind Annahmen, keine Erhebung. Im Kanzleiaudit ersetzen wir sie durch Ihre eigenen Zahlen. Erfahrungsgemäß liegt die Summe eher darüber als darunter.

Der Kern des Problems

Der Aufwand liegt vor der Bearbeitung.

Eine Buchung dauert Minuten, der Weg zur vollständigen Unterlage Wochen. Solange dieser Weg nicht organisiert ist, hilft schnellere Software wenig.

Warum es schlimmer wird

Mehr Regeln, weniger Personal.

Meldepflichten, E-Rechnung, Geldwäscheprüfung und Dokumentationsanforderungen nehmen zu. Der Arbeitsmarkt für Fachangestellte und Berufsträger entspannt sich nicht.

Was hilft

Zuarbeit abgeben, Verantwortung behalten.

Automatisieren lässt sich alles vor der fachlichen Entscheidung. Die Entscheidung selbst bleibt beim Berufsträger, sichtbar dokumentiert.

Steuerberatungskanzleien

Sechs Abläufe, die in fast jeder Steuerkanzlei Zeit kosten, und was sich davon abstellen lässt.

01

Belegeingang

Der Mandant liefert spät, unvollständig und in wechselnden Formaten. Bis alles da ist, hat die Fachangestellte den Fall dreimal angefasst und zweimal nachgefragt. In der Zwischenzeit liegt das Mandat auf Halde und verstopft die Planung.

  • Automatischer Abruf und Erinnerung nach Ihrem Zeitplan
  • Vollständigkeitsprüfung gegen die Vorjahresstruktur
  • Rückfragen als vorbereiteter Entwurf, freigegeben mit einem Klick
02

Rückfragen und Telefon

Jede unklare Buchung erzeugt einen Kontakt, und jeder Kontakt reißt jemanden aus der Arbeit. Weil Rückfragen mündlich geklärt werden, fehlt die Dokumentation, und im nächsten Jahr beginnt derselbe Dialog von vorn.

  • Rückfragen gebündelt statt einzeln, direkt am Belegdatensatz
  • Antworten wandern automatisch in die Akte, nicht in ein Postfach
  • Wiederkehrende Sachverhalte werden als Regel hinterlegt
03

Doppelerfassung

Mandantenstammdaten stehen in DATEV, in Outlook, im Fristenkalender und in einer Excel-Liste. Gepflegt werden zwei Stellen, veraltet sind vier. Jede Adressänderung kostet Minuten an mehreren Orten.

  • Ein führendes System, der Rest wird versorgt
  • Schnittstellen dort, wo es welche gibt, RPA wo nicht
  • Abgleichprotokoll, das Abweichungen sichtbar macht
04

Ablage und Benennung

Dokumente werden manuell umbenannt, in Ordnerstrukturen geschoben und später nicht gefunden, weil jeder anders benennt. Die Suche dauert dann länger als das ursprüngliche Ablegen.

  • Texterkennung, Klassifizierung und Benennung nach Ihrem Schema
  • Automatische Zuordnung zu Mandant, Jahr und Sachgebiet
  • Semantische Suche über Akten statt Stichwortsuche
05

Statusanfragen

Der Anruf „Wie weit sind Sie mit meinem Abschluss?“ ist harmlos und teuer. Er unterbricht, er lässt sich nicht ohne Systemblick beantworten, und er wiederholt sich pro Mandat mehrfach im Jahr.

  • Mandantenportal mit Statusanzeige und offener Punkteliste
  • Automatische Zwischenmeldung bei Statuswechsel
  • Rückfragen zum Stand landen beim System, nicht am Schreibtisch
06

Wirtschaftlichkeit

Ohne vollständige Zeiterfassung weiß niemand, welche Mandate tragen. Pauschalen bleiben jahrelang unverändert, während der Aufwand wächst. Am Ende finanzieren gute Mandate die schlechten mit.

  • Deckungsbeitrag pro Mandat, monatlich und ohne Handarbeit
  • Frühwarnung bei Mandaten, die aus dem Rahmen laufen
  • Grundlage für Honoraranpassung mit belastbaren Zahlen

Details für Steuerberatung

Wirtschaftsprüferkanzleien

In der Abschlussprüfung liegt der Aufwand in der Vorbereitung und in der Form, nicht im Urteil.

01

Prüfungsvorbereitung

Die Anforderungsliste wird jedes Jahr aus der Vorjahresdatei zusammengesetzt, per Mail verschickt und dann telefonisch nachverfolgt. Bis die Unterlagen komplett sind, ist das Prüfungsteam schon vor Ort und wartet.

  • Anforderungsliste aus Vorjahr und Mandantenprofil erzeugen
  • Upload mit Statusanzeige, automatisches Nachfassen
  • Eingang wird geprüft, benannt und im Arbeitspapier verlinkt
02

Stichprobe statt Analyse

Klassische Auswahlverfahren prüfen wenige Belege gründlich und viele nie. Die vorhandenen Journaldaten erlauben längst eine Vollprüfung auf Auffälligkeiten, sie wird aber selten aufgesetzt, weil die Aufbereitung Aufwand macht.

  • Journal-Entry-Tests über den gesamten Datenbestand
  • Auffälligkeiten priorisiert, mit Begründung und Nachvollziehbarkeit
  • Wiederverwendbare Analysen statt Einzelfallaufbau pro Mandat
03

Arbeitspapiere und Form

Verweise, Nummerierungen, Querbezüge und Formatvorgaben kosten am Ende jeder Prüfung Stunden, die nichts mit fachlicher Beurteilung zu tun haben. Kurz vor Berichtsabgabe konkurriert diese Arbeit mit allem anderen.

  • Automatische Prüfung auf Vollständigkeit und Formvorgaben
  • Berichtsentwürfe gegen Vorlage und Vorjahr abgleichen
  • Layoutkorrektur für Word- und Excel-Anlagen im Hintergrund
04

Qualitätssicherung

Die Dokumentation für Nachschau und Qualitätssicherung entsteht im Nachhinein aus Erinnerung und verstreuten Dateien. Das kostet Zeit und erzeugt Lücken, die später erklärt werden müssen.

  • Prüfungsschritte werden bei der Bearbeitung protokolliert
  • Checklisten mit Nachweis statt Häkchen ohne Bezug
  • Auswertung offener Punkte über alle laufenden Mandate
05

Saison und Kapazität

Zwischen Januar und Mai arbeitet die Praxis am Anschlag, danach ist Luft. Personal lässt sich nicht saisonal einstellen, also wird die Spitze mit Überstunden bezahlt und mit Fluktuation.

  • Vorarbeiten aus der Spitze in ruhige Monate verlagern
  • Interimsprüfungen mit automatisierter Datenannahme vorbereiten
  • Wiederkehrende Analysen einmal bauen, jährlich wiederverwenden

Details für Wirtschaftsprüfung

Beide Berufsstände

Vier strukturelle Themen, die sich nicht mit einem Werkzeug lösen lassen.

01

Fachkräfte und Nachfolge

Stellen bleiben monatelang offen, Berufsträgernachwuchs fehlt, und ein Teil der Inhaber steht vor der Nachfolgefrage. Wer weiterhin Kapazität durch Einstellungen schaffen will, wartet auf einen Markt, der nicht kommt.

  • Kapazität durch Prozessarbeit statt durch Personalaufbau
  • Einarbeitung neuer Kolleginnen über dokumentierte Abläufe verkürzen
  • Attraktivität als Arbeitgeber durch weniger stumpfe Arbeit
02

Wissen in Köpfen

Mandantenbesonderheiten, gewachsene Vereinbarungen und interne Kniffe sind nirgends festgehalten. Bei Krankheit oder Kündigung geht Wissen verloren, und die Vertretung beginnt bei Null.

  • Semantische Suche über Akten, Anweisungen und Vorlagen
  • Mandantenprofile, die automatisch aus der Bearbeitung entstehen
  • Interne Wissensbasis, die genutzt wird, weil sie Antworten liefert
03

Unsicherheit bei KI

Viele Kanzleien nutzen KI gar nicht oder unkontrolliert. Beides ist ungünstig. Ohne Richtlinie landen Mandantendaten in privaten Zugängen, mit Verbot verliert die Kanzlei den Anschluss.

  • Schriftliche Kanzleirichtlinie, abgestimmt auf Verschwiegenheitspflichten
  • Auftragsverarbeitung, EU-Hosting, kein Training auf Ihren Daten
  • Schulung der Beschäftigten, wie es die EU-KI-Verordnung verlangt
04

Erwartung der Mandanten

Mandanten vergleichen ihre Kanzlei mit ihrer Bank und ihrem Onlineshop. Wer Unterlagen per Post anfordert und Zwischenstände nicht anzeigen kann, wirkt langsamer, als er arbeitet.

  • Portal mit Upload, Status und Dokumentenarchiv
  • Automatische Zwischenmeldungen statt Funkstille
  • Reporting, das der Mandant versteht und monatlich erhält

Rechnen Sie nach

Eine Stunde pro Woche und Mitarbeiter sind im Jahr eine halbe Personalstelle.

Bei 20 Mitarbeitenden und 20 gesparten Stunden pro Woche entspricht das grob einer halben Vollzeitkraft. Nicht als Einsparung gedacht, sondern als Kapazität für Mandate, die Sie heute ablehnen müssen.

Rechnung, konservativ gehalten

166 Std.

Zeitfresser pro Monat in der Beispielkanzlei mit 20 Mitarbeitenden.


40 bis 60 %

davon lassen sich nach unserer Erfahrung durch Automatisierung ersetzen. Nicht alles, und nicht sofort.

Ihre Werte weichen ab. Genau dafür gibt es das Kanzleiaudit.

Erstgespräch

Bevor Sie in Werkzeuge investieren, sollten Sie Ihre eigenen Zahlen kennen.

Im Erstgespräch gehen wir Ihre drei aufwendigsten Abläufe durch und schätzen ab, was davon realistisch automatisierbar ist. Ohne Präsentation und ohne Verkaufsgespräch.